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Mit der Weltpremiere des französischen Revolutionsdramas "Leb wohl, meine Königin!" ist am Donnerstagabend die 62. Berlinale eröffnet worden.
Zum Auftakt des größten Publikumsfestivals der Welt kehrte eine deutsche Schauspielerin in ihre Heimat zurück, die es nach Hollywood geschafft hat und auch in Frankreich eine feste Größe ist.
Die 35-jährige Diane Kruger ("Inglourious Basterds", "Barfuß auf Nacktschnecken") spielt in dem Historiendrama die schillernde Königin Marie Antoinette - eine Frau mit ungeahnten Leidenschaften, die in den ersten Tagen der Französischen Revolution auch das Schicksal ihrer Dienerin und Freundin in der Hand hält.
Zur Eröffnungsgala mit Festivaldirektor Dieter Kosslick und Comedystar Anke Engelke kamen 1600 Gäste in den Berlinale-Palast am Potsdamer Platz.
Auf dem roten Teppich standen bei frostigen Temperaturen unter anderem Schauspieler wie Christopher Lee, Mario Adorf, Iris Berben, Veronica Ferres, Ulrich Noethen, Corinna Harfouch und Bruno Ganz sowie die Regisseure Volker Schlöndorff und Tom Tykwer.
Knapp 400 Filme sind zu sehen
"Leb wohl, meine Königin!“ konkurriert mit 17 weiteren Filmen um den Goldenen Bären der Berlinale. Insgesamt zeigt das Festival bis zum 19. Februar knapp 400 Filme aus aller Welt.
Dabei haben drei deutsche Regisseure Bären-Chancen: Christian Petzold mit "Barbara“, Hans-Christian Schmid mit "Was bleibt“ und Matthias Glaser mit "Gnade“.
Filme aus Frankreich und dem Senegal am Start
Am Freitag gehen bei der Berlinale zwei Filme aus Frankreich und dem Senegal in das Rennen um die Trophäen.
In "A moi Seule" von Frédéric Videau geht es um eine Frau, die als Mädchen Opfer einer Entführung wurde. Regisseur Alain Gomis erzählt in "Aujourd'hui" die Geschichte eines Senegalesen, der aus den USA in seine Heimat zurückkehrt.
Als Berlinale Special feiert die rekonstruierte Fassung von Sergej Eisensteins Meisterwerk "Oktober" ihre Premiere im Friedrichstadt-Palast.
Wowereit hebt wirtschaftliche Bedeutung der Berlinale hervor
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die Bedeutung der Berlinale auch als Wirtschaftsfaktor für die Hauptstadt hervorgehoben.
In den Festivaltagen vom 9. bis 19. Februar spüre man nicht nur hautnah, dass Berlin internationale Filmmetropole sei, erklärte Wowereit am Donnerstag kurz vor dem Auftakt der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Die Produktion audiovisueller Inhalte insgesamt sei für Berlin längst auch ein Wirtschaftsfaktor geworden. Daran werde in Berlin von vielen Menschen das ganze Jahr über hart gearbeitet.
Wowereit dankte allen, die wie immer engagiert und mit großer Begeisterung für das Gelingen der Filmfestspiele tätig seien, vor allem Festivalchef Dieter Kosslick.
Ticketverkauf an den Vorverkaufsstellen oder online
Eintrittskarten für die Filmfestspiele gibt es über die Ticket-Counter und angeschlossenen Vorverkaufsstellen. Für die Wettbewerbs-Filme, die im Berlinale-Palast gezeigt werden, kosten die Karten 12 Euro. Im Friedrichstadtpalast, im Haus der Berliner Festspiele und im Kino International laufen die Wettbewerbs-Wiederholungen.
Hier kosten die Tickets neun Euro. Für die Vorstellungen in den anderen Sektionen liegen die Preise zwischen drei und neun Euro.
Zentrale Anlaufstellen für den Verkauf sind täglich von 10 bis 20 Uhr die Arkaden am Potsdamer Platz, das Kino International und das Haus der Berliner Festpiele. Der Kartenvorverkauf startet jeweils drei Tage im Voraus, bei Wiederholungen von Filmen im Wettbewerb vier Tage. Am Tage der Vorstellung sind Tickets nur an den Tageskassen der Kinos erhältlich.
Zudem ist ein begrenztes Ticket-Kontingent - für Vorführungen je drei Tage später - online buchbar über die Website der Berlinale.
Die Bezahlung erfolgt per Kreditkarte, es wird eine Bearbeitungsgebühr von 1,50 Euro pro Karte erhoben.
Die gebuchten Tickets können frühestens zwei Stunden nach Kauf zwischen 10.00 und 19.30 Uhr - gegen Vorlage der ausgedruckten Bestellbestätigung und des Personalausweises - am Internetcounter in den Potsdamer Platz-Arcarden abgeholt werden.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2012_02/berlinale_eroeffnung.html