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Die Einwanderervereine in der Hauptstadt wählen am Montagabend im Roten Rathaus ihre Vertreter im Berliner Integrationsbeirat. Der Beirat ist das wichtigste Beteiligungsgremium in der Stadt, wenn es um Fragen von Ausländerintegration und Migration geht.
Er soll den Senat beraten und tagt drei- bis viermal im Jahr. Den Vorsitz hat der jeweilige Integrationssenator, seit vergangenem Donnerstag ist das die SPD-Politikerin Dilek Kolat.
Mitglieder des Beirats sind unter anderen Staatssekretäre der Senatsverwaltungen, der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening sowie Vertreter des Rates der Bürgermeister. Auch die IHK und die Handwerkskammer Berlin, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände sowie der Berliner Flüchtlingsrat sind vertreten.
Migranten und Aussiedler entsenden sieben Vertreter und deren Stellvertreter in den Beirat. Zugelassen wurden 43 Kandidaten. Die Entscheidungen fallen in einer Wahlversammlung im Louise-Schroeder-Saal des Berliner Rathauses. Stimmberechtigt sind 105 Migrantenvereine.
Einen Landesbeirat für Integrationsfragen gibt es schon seit dem Jahr 2003. Seit einem Jahr steht das Gremium auch auf einer gesetzlichen Grundlage. Ende Dezember 2010 trat das Berliner Partizipations- und Integrationsgesetz in Kraft, das die gleichberechtigte Teilhabe von Zuwanderern und die interkulturelle
Öffnung der Verwaltung zur staatlichen Aufgabe macht.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2011_12/einwanderer_waehlen.html