Noch immer bewegt das ehemalige DDR-Spitzelsystem die Menschen. Das Stasi-Unterlagen-Gesetz wurde schon mehrmals novelliert, die IM-Prüfung im öffentlichen Dienst verschärft. In Brandenburg ist die Debatte besonders heftig, denn erst seit 2009 leistet sich das Land eine eigene Stasi-Beauftragte.
Der Referent der Fraktionsvorsitzenden der Linken im Brandenburger Landtag, Kerstin Kaiser, soll inoffizieller Mitarbeiter der Stasi gewesen sein. Er bestätigte dies gegenüber dem rbb-Politmagazin Klartext. [Nachrichten]
Der erste Bauabschnitt für die neue Dauerausstellung ist abgeschlossen. In dem neuen Ausstellungstrakt werden sich unter anderem ein modernes Besucherzentrum und Seminarräume befinden. [Nachrichten]
Die einstige Machtzentrale in Berlin-Lichtenberg soll Besuchern künftig Einblick in die Arbeit der Stasi geben. Kulturstaatsminister Neumann stellte das denkmalgerecht sanierte Haus am Mittwoch vor. [Nachrichten]
Nach seiner Suspendierung setzt sich Perlebergs Bürgermeister nun zur Wehr: Das wegen Stasi-Kontakten geschasste Stadt-Oberhaupt stellte beim Verwaltungsgericht einen Eilantrag. [Nachrichten]
Stadtverordnete in Perleberg fordern Rücktritt des stasi-belasteten Bürgermeist
Stadtverordnete in Perleberg fordern Rücktritt des stasi-belasteten Bürgermeist
Die Fraktionen von CDU und Grünen im Brandenburger Landtag hatten eine solche Überprüfung für leitende Mitarbeiter in Ministerien und Behörden verlangt. Die Anträge scheiterten am Widerstand der rot-roten Mehrheit von SPD und Linker. [Nachrichten]
Alle Politiker, Beamte und Landesbedienstete in Spitzenpositionen sollen in Brandenburg künftig bereits vor der Amtsübernahme auf mögliche frühere Stasi-Tätigkeiten überprüft werden. [Nachrichten]
Laut einem Gutachten, über das die Enquete-Kommission des Brandenburger Landtags zur Aufarbeitung der Nachwendezeit am Freitag beraten hat, führte die Stasi den Ex-Politiker seit 1985 als "IM Thomas". [Nachrichten]
Brandenburgs Arbeitsminister sagte vor dem Arbeitsausschuss des Landtags zu, innerhalb der nächsten zwei Wochen alle Personalakten prüfen zu lassen. Hintergrund ist der Fall einer stasibelasteten Referatsleiterin im Ministerium. [Nachrichten]
Der Beratungsbedarf für Brandenburger, die in der DDR unter Repressalien litten, ist weiter hoch. Das geht aus dem ersten Tätigkeitsbericht der Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Poppe, hervor. [Nachrichten]
Brandenburgs Innenminister Woidke sieht keinen Grund für eine Versetzung. Es war bekannt geworden, dass 17 Beschäftigte im märkischen Staatsschutz eine Stasi-Vergangenheit haben. [Nachrichten]
Brandenburgs Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Ulrike Poppe, dringt beim Land auf mehr Personal. Es gebe enormen Nachholbedarf, sagte sie. [Nachrichten]
17 der 56 Staatsschützer hätten bereits im Dienst des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit gestanden, geht aus einer Antwort des Potsdamer Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervor. [Nachrichten]
Nach Berichten der ARD hat die Staatssicherheit in der Zeit der deutschen Teilung zehntausende Pässe von Westberlinern und Westdeutschen kopiert und mit den Duplikaten Spione europaweit ausgesendet. [Nachrichten]
Kontraste, 19.01.12
Doppelgänger - Stasi nutzte tausende Westbiografien für Auslandsspione
Kontraste, 19.01.12
Doppelgänger - Stasi nutzte tausende Westbiografien für Auslandsspione
Walter Süß erlebte den politischen Umsturz in der DDR hautnah mit: Zunächst beschäftigte er sich als Wissenschaftler mit dem Regime, ab Sommer 1989 berichtete er als Journalist über dessen Sturz. [ard.de]